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Headshot of Curry Hackett sitting in front woods with indigo blue jacket and denim shirt.

offenes
atelier

Mon. - Fr.
9 - 20 Uhr
Offen für:
● Veranstaltungen
● Atelierführungen
● Kunstbibliothek
● Kaffee
● Kopieren, Drucken, usw.
● Vorschläge & Ideen

Komm einfach vorbei!

immer

Was ist das Offene an unserem Atelier?
Nun, wir sind jeden Tag da, so ziemlich von 9 bis 20 Uhr.
In dieser Zeit können und werden viele Dinge passieren.

Vielleicht hast Du Lust, vorbeizukommen und ein Künstleratelier zu betreten, einfach so. Vielleicht möchtest Du über Deine eigenen kreativen Unternehmungen mit Leuten sprechen, die ähnlich denken und/oder neue Perspektiven einbringen können.

Möglicherweise könntest Du Werkzeuge und andere technische Mittel, die Dir sonst nicht zur Verfügung stehen (ein breites Spektrum an Künstlermaterialien, Infrastruktur, Wände, die fleckig werden können, hohe Decken, die viel natürliches Licht hereinlassen...) gut gebrauchen, oder vielleicht möchtest Du einfach nur in einem gemütlichen Raum sitzen und Deinen Kaffee genießen, während Du in unserer bescheidenen Kunstbibliothek stöberst.

Wie dem auch sei: Hereinspaziert.
Egal, was es ist.
Wir sind offen.

Ausstellung
22 Jul
22.07 - 30.08.2024
0:00
Uhr
Prendre la parole
Laura Mahnke

Prendre la parole – was wörtlich „das Wort ergreifen“ oder „die Rede übernehmen“ bedeutet – ist dasKonzept, das Laura Mahnke als Ausgangspunkt für ihre auto-theoretische und impulsive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Ausdrucksformen gewählt hat: alsFrau, als Künstlerin, mit ihrer eigenen Geschichte, in einer Welt, die inAufruhr ist.

Im Zentrum dieses Projekts steht die Überzeugung, dass Sprechen den Körper und seine Geschichte, seinen Abdruck, mit einbeziehen muss. In einem noch nicht abgeschlossenen Werk, in dem Mahnke sich unsicher ist, was sie genau sagen möchte oder wie sie es ausdrücken soll, bekräftigt sie das Recht eines jeden Menschen, zu sprechen – sei es laut oder leise, in einer Sprache, die ihre wahre Natur am besten widerspiegelt, frei von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen.

Die Künstlerin begibt sich in die Auseinandersetzung mit der Scham und den Unsicherheiten, die oftmit dem Wunsch nach Selbstexpression einhergehen, und erforscht Wege, dieseBarrieren zu überwinden. Dies geschieht durch kollektive Übungen des Zuhörens, desTeilens, durch das Erkunden der écriture automatique und durch Praktiken, die es ermöglichen, Wut und Frustration in symbolische Artefakte zu verwandeln, wie etwa ein Megaphon.

Prendre la parole, eine stumme Installation von Hunderten glasierter Keramiken, begleitet von mit Siebbedrucktem Denim und einem von der Künstlerin verfassten Buch, bildet ein eindrucksvolles „Friedhofs“ -Manifest von Manifesten, die über viele Generationen von Frauen hinweg laut ausgesprochen, aber bislang ungehört geblieben sind – und fordert ihr Recht auf Existenz und Anerkennung ein.

Die Ausstellung wird durch eine Reihe offener Sessions bereichert, die die Besucher einladen, zuspielen, zu schreiben und zu debattieren, während sie mit Ton modellieren. Hier haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Stimme sowohl durch Sprache als auch durch ihre Hände zu finden und eine greifbare Darstellung des wertvollen Gefühls der Zugehörigkeit und des freien Sprechens, ungerichtet und ohne Urteil, in Form eines keramischen Talisman zu schaffen. Diese Momente authentischen Austauschs und aufrichtiger Gespräche schaffen bleibendeErinnerungen an eine tiefe Verbundenheit.

Im Rahmen von Prendre la parole verwandeln mehrere Lesungen des selbstverlegten Buches der Künstlerin die physische Installation in einen geschützten Raum für Zusammenkunft und Debatte.